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Maisbeulenbrand: Was ist bei befallenem Mais zu beachten?
1. Die durch den Beulenbrand verursachte Wachstumsbeeinträchtigung und verminderte Körnerausbildung führt zu stark reduzierten Nährstoffgehalten: kranke Pflanzen zeigen erhöhte Asche-, Protein- und Fasergehalte sowie deutlich erhöhte Zuckergehalte und geringere Stärkegehalte.
2. Um einen guten Siliererfolg zu erreichen, sind unbedingt die Grundsätze wie bei jeder Silierung sorgfältig einzuhalten. Die Häcksellänge ist der TM und der Schnitthöhe anzupassen. Eine gute Verdichtung und ordungsgemäßes schnelles Zudecken bewirken die Minimierung des Restsauerstoffs im Silostock durch Reduzierung des Porenvolumens sowie die Verhinderung des Austritts des gebildeten CO2 und des Wiedereintrittes von Luft. Das ist deshalb so wichtig, da CO2 sehr effektiv die Entwicklung von Hefen unterdrückt und nur unter Lufteinfluss Schimmelpilze und Nacherwärmung im Silo auftreten können. Desweiteren wird durch den Einsatz der im BIO-SIL® enthaltenenleistungsstarken, aktiven Milchsäurebakterien unter normalen Bedingungen (Tagestemperatur, TM) bereits nach zwei Siliertagen ein pH-Abfall unter 4,0 erreicht. Die Vermehrung unerwünschter anaerober Schadkeime wird so wirkungsvoll unterdrückt.
3. Beim Einsatz von BIO-SIL® unter Beachtung der o. g. siliertechnischen Grundsätze konnte bei beulenbrandgeschädigter Maissilage kein erhöhtes Risiko in der aeroben Stabilität festgestellt werden.
4. Aus Literaturangaben ist abzuleiten, dass bei Maisbeulenbrand mit erheblicher Minderung der Verdaulichkeit sowie mit erhöhtem Eiweißabbau gerechnet werden muß. 100 % befallener Mais ergab gegenüber gesundem Mais einen 20 % geringeren energetischen Futterwert.
5. Verschiedene Untersuchungen deuten daraufhin, dass die mit der Erkrankung der Pflanzen auftretenden Toxine beim Siliervorgang weitgehend abgebaut werden.
6. Es können jedoch vermehrt Toxine durch Sekundärinfektionen auf den Maispflanzen gebildet werden.
7. Wenn es möglich ist, sollte die Verfütterung der aus beulenbrandbefallenem Mais bereiteten Silage vorrangig an Mast- und Jungrinderbestände, nicht an tragende und frischlaktierende Tiere erfolgen. Der Anteil an der TM der Gesamtration möchte 30 % nicht überschreiten.
8. In hochgradig befallenen Beständen sollte die Ernte vorzeitig - vor dem Aufplatzen der Brandgallen - bei ca. 30 % TM erfolgen um Sekundärinfektionen und den Befallsdruck in den Folgejahren zu minimieren. |