1. Wie ist Biogas-Mais zu behandeln?
Neue Versuchsergebnisse der Bioenergie Beratung Bornim GmbH zeigen, dass Essigsäure im Vergleich zur Milchsäure keine Sonderwirkung auf den Methanertrag hat! Aus einer umfangreichen Versuchsreihe kam auch Ruser (Dr. Barbara Ruser, Fa. Pioneer, Vortrag Westfälisches Maisforum, 2006) zu dem Schluss, dass heterofermentative Gärprozesse den Methanertrag aus Maissilagen nicht erhöhen. Diese Erkenntnisse haben sehr weit reichende Konsequenzen:
Betrieben, die die Vorteile der homofermentativen Vergärung nutzen wollen und bei vorhandenen Silogrößen die aerobe Stabilität signifikant verbessern wollen, sind die geprüften Kombinationen BIO-SIL® plus Sila-fresh oder BIO-SIL® plus Harnstoff zu empfehlen (siehe „Fahrplan für Top-Maissilage“).
2. Unsere Empfehlungen zur Häcksellänge für Biogas- und Milchvieh-Silagen:
Wir empfehlen bei Rationen mit hohen Maisanteilen, die hinsichtlich ihrer Strukturwirksamkeit an Grenzen zu stoßen scheinen,
Für Biogas-Silagen werden Häcksellängen von 6 - 9 mm empfohlen. Dabei ist zu bedenken, dass bei Reduzierung der Häcksellänge von 7 auf 4 mm der Dieselverbrauch um ca. 0,15 Liter/t Frischmasse ansteigt (profi 3, 2005). Das entspricht bei einer Erntemenge von 40 t/ha einem Mehraufwand an Diesel von ca. 6 Liter/ha.
Wenn die Silage für Rinder, vornehmlich Milchvieh, und Biogas gleichermaßen genutzt werden soll, muss gegebenenfalls die Struktur in den Milchviehrationen durch Zulage von gutem Häckselstroh bzw. Heu sichergestellt werden.
Um die Stabilität der oberen Schicht des Silos (50 - 70 cm) zu erhöhen, empfehlen wir hier Häcksellängen von 8 - 10 mm. In der unteren Schicht kann länger gehäckselte Maissilage zur Sicherung der Strukturwirksamkeit eingelagert werden.
Für weitere Informationen finden Sie nachstehend den richtigen Ansprechpartner.