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 Wirkungsrichtungen und Anwendungsbereiche von Siliermitteln
 (aus: Handbuch der Futterkonservierung, 2006)


 

 

 

                          


Die Hauptwirkungsrichtungen für Siliermittel sind:

 

Wirkungsrichtung 1:     Verbesserung des Gärverlaufs

Wirkungsrichtung 2:     Verbesserung der aeroben Stabilität

Wirkungsrichtung 3:     Reduzierung des Gärsaftanfalls

Wirkungsrichtung 4:     Verbesserung von Futterwert und Leistung

Wirkungsrichtung 5:    Zusätzliche Wirkungen (z.B. Verhinderung der
                                   Verrmehrung von Clostridien)

 

                                                    

 

 

 

 

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In der Wirkungsrichtung 4 „Verbesserung von Futterwert und Leistung des Nutztieres" wird unterschieden zwischen:

                4a                        Verbesserung der Futteraufnahme

                4b                        Verbesserung der Verdaulichkeit

                4c (Milchleistung)      Verbesserung der Milchleistung

                4c (Mastleistung)       Verbesserung der Mastleistung

 

 

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BIO-SIL®
hat das DLG-Gütezeichen
für die Wirkungs-
richtungen
1b, 1c, 4b, 4c
(Milchleistung)

 

 

 


Innerhalb der Wirkungsrichtung 1 „Verbesserung des Gärverlaufs" werden je nach Vergärbarkeit des Futters folgende Anwendungsbereiche unterschieden:


Anwendungsbereiche


Merkmale


Futterart


  VK1)  

 A:

Schwer silierbar


Grundfutter mit zu
niedrigem Gehalt an Gärsubstrat und/oder an Trockenmasse

 Gräser und Leguminosen

 < 35


 B:

Mittelschwer bis leicht silierbares Futter im unteren TM-Bereich ≤ 35 %

Futterarten mit ausreichendem
Gärsubstrat

Gräser und Leguminosen,  GPS, Silomais

 > 35


C:

Mittelschwer bis leicht silierbares Futter im oberen TM-Bereich ≥ 35 bis 50 %

 Futterarten mit ausreichendem
Gärsubstrat

 wie B

 > 35


D:

Futtermittel, die
besondere Wirkungen
des Siliermittels erfordern.



Futterrüben, Pülpen, Pressschnitzel oder Futter auf die ein spezielles Siliermittel ausgerichtet ist.

 

 


1) Erläuterung siehe unten

 


Erläuterungen:



Pufferkapazität (PK):

Unter Pufferkapazität versteht man die Eigenschaft des Futters, der Ansäuerung durch Milchsäurebildung aufgrund des Vorhandenseins basisch wirkender Bestandteile entgegenzuwirken.

Analytisch wird die PK als diejenige Menge an Milchsäure erfasst, die zur Ansäuerung auf einen pH-Wert von 4,0 erforderlich ist. Sie wird in Gramm Milchsäure je 100 g Trockenmasse angegeben.

Puffernde Substanzen sind:

o         der Proteingehalt des Siliergutes

o         Menge der im Siliergut vorhandenen Anionen: z.B. Nitrat, Sulfat, Chloride
          (aus mineralischen Düngern)

o         mineralstoffreiche Unkräuter

o         hohe Schmutzanteile im Futter

 


Z/PK-Quotient:

Der Zuckergehalt (Z) und die Pufferkapazität (PK) des Siliergutes gelten als Maßstab für die Vergärbarkeit. Der Z/PK-Quotient gibt das Verhältnis zwischen Zucker und Pufferkapazität an. Damit erfolgt eine Angabe darüber, um welchen Faktor die Zuckermenge im Siliergut größer ist als die zum Ansäuern auf pH 4,0 erforderliche Milchsäuremenge.

Erntegut mit einem Z/PK-Quotienten unter 2,0 ist als schwer vergärbar einzustufen.


 

Vergärbarkeitskoeffizient (VK):

Mit Hilfe des Vergärbarkeitskoeffizienten lassen sich die Faktoren Gäreignung und Trockenmassegehalt in einer Kennzahl zusammenfassen, welche bereits eine Grobabschätzung des Gärerfolges erlaubt. Der Vergärbarkeitskoeffizient wird mit folgender Formel beschrieben:

 

VK = TM (in %) + (8 x Z/PK)

 

Ist der Vergärbarkeitskoeffizient größer als 45, so kann eine weitgehend stabile Gärung erwartet werden.
 

 


 BIO-SIL® -Stabil Mais
hat das DLG-Gütezeichen für die Wirkungsrichtung 2


 

BIO-SIL® -Stabil Gras
hat das DLG-Gütezeichen für die Wirkungsrichtung 1b

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