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Innerhalb der Wirkungsrichtung 1 „Verbesserung des Gärverlaufs" werden je nach Vergärbarkeit des Futters folgende Anwendungsbereiche unterschieden:
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Anwendungsbereiche
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Merkmale
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Futterart
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VK1)
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A:
Schwer silierbar |
Grundfutter mit zu niedrigem Gehalt an Gärsubstrat und/oder an Trockenmasse
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Gräser und Leguminosen |
< 35 |
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B:
Mittelschwer bis leicht silierbares Futter im unteren TM-Bereich ≤ 35 %
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Futterarten mit ausreichendem Gärsubstrat |
Gräser und Leguminosen, GPS, Silomais |
> 35 |
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C:
Mittelschwer bis leicht silierbares Futter im oberen TM-Bereich ≥ 35 bis 50 %
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Futterarten mit ausreichendem Gärsubstrat |
wie B |
> 35 |
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D:
Futtermittel, die besondere Wirkungen des Siliermittels erfordern.
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Futterrüben, Pülpen, Pressschnitzel oder Futter auf die ein spezielles Siliermittel ausgerichtet ist.
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1) Erläuterung siehe unten
Erläuterungen:
Pufferkapazität (PK):
Unter Pufferkapazität versteht man die Eigenschaft des Futters, der Ansäuerung durch Milchsäurebildung aufgrund des Vorhandenseins basisch wirkender Bestandteile entgegenzuwirken.
Analytisch wird die PK als diejenige Menge an Milchsäure erfasst, die zur Ansäuerung auf einen pH-Wert von 4,0 erforderlich ist. Sie wird in Gramm Milchsäure je 100 g Trockenmasse angegeben.
Puffernde Substanzen sind:
o der Proteingehalt des Siliergutes
o Menge der im Siliergut vorhandenen Anionen: z.B. Nitrat, Sulfat, Chloride (aus mineralischen Düngern)
o mineralstoffreiche Unkräuter
o hohe Schmutzanteile im Futter
Z/PK-Quotient:
Der Zuckergehalt (Z) und die Pufferkapazität (PK) des Siliergutes gelten als Maßstab für die Vergärbarkeit. Der Z/PK-Quotient gibt das Verhältnis zwischen Zucker und Pufferkapazität an. Damit erfolgt eine Angabe darüber, um welchen Faktor die Zuckermenge im Siliergut größer ist als die zum Ansäuern auf pH 4,0 erforderliche Milchsäuremenge.
Erntegut mit einem Z/PK-Quotienten unter 2,0 ist als schwer vergärbar einzustufen.
Vergärbarkeitskoeffizient (VK):
Mit Hilfe des Vergärbarkeitskoeffizienten lassen sich die Faktoren Gäreignung und Trockenmassegehalt in einer Kennzahl zusammenfassen, welche bereits eine Grobabschätzung des Gärerfolges erlaubt. Der Vergärbarkeitskoeffizient wird mit folgender Formel beschrieben:
VK = TM (in %) + (8 x Z/PK)
Ist der Vergärbarkeitskoeffizient größer als 45, so kann eine weitgehend stabile Gärung erwartet werden. |