Neue Erkenntnisse zur Bedeutung von Milchsäure und Essig-säure für die Qualität von Maissilage zur Biogas- und/oder Milcherzeugung
Dr. Bernd Pieper, Dr. Angela Schröder
Maissilierung mit leistungsfähigen homofermentativen Milchsäurebakterien er-höht im Vergleich zur heterofermentativen Vergärung den Biogasertrag und die Milchleistung
Der Erhalt der Nährstoffe der Maispflanze von der Ernte über die Konservierung bis zur maximalen Umsetzung in Biogas (Methan) oder Milch ist von hoher ökonomischer Bedeutung. - Zum landwirtschaftlichen Grundwissen gehört heute, dass durch die Beimpfung von Siliergut mit leistungsfähigen homofermentativen Milchsäurebakterien (hohe Milchsäurebildung) im Vergleich zu heterofermentativen Gärprozessen (stark erhöhte Essigsäurebildung) folgende positive Effekte auftreten. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung der siliertechnischen Grundsätze.
- Die Trockenmasseverluste (100 % verdaulich) beim Silieren werden um 2 bis
6 %, im Mittel um 3 %, gesenkt.
- Die Energiekonzentration wird um 0,1 bis 0,3 MJ NEL/kg TM erhöht.
- Die Trockenmasseaufnahme bei Hochleistungskühen steigt um 0,5 bis 1,5
kg/Tag.
- Die tägliche Milchleistung wird um 0,5 bis 3,0 kg/Kuh erhöht.
- Auf Grund der geringeren Gärverluste an 100 % verwertbaren Nährstoffen wird
die Biogasausbeute um ca. 5 % erhöht.
Im neuen Gärfutterschlüssel der DLG (Praxishandbuch Futterkonservierung, 7. Auflage, 2006) werden deshalb erhöhte Essigsäuregehalte sehr negativ bewertet...
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